Unabhängiges kulturelles Nachschlagewerk zur Geschichte der Möbel und Wohnstile. Wir verkaufen und fertigen keine Möbel und haben nichts mit der früheren Website auf dieser Domain und ihrem Katalog zu tun.

Menschen

Handwerk und Menschen

Selbst ein einfacher Stuhl geht durch mehrere Hände. Einer entwirft die Form, ein anderer baut das Gestell, ein dritter schnitzt das Ornament oder spannt die Polsterung, und Jahre später kümmern sich Restaurator und Kustos um das Stück. In dieser Rubrik geht es um Berufe und Handwerk; namentlich nennen wir nur die Personen, die in unserer Chronik vorkommen.

Eine gute Verbindung sieht man von außen nicht. Das Können des Tischlers zeigt sich oft erst, wenn der Stuhl nach vielen Jahren noch immer nicht wackelt.

— Randnotiz

So ist die Rubrik aufgebaut: Wir beschreiben Handwerke und Aufgaben, die in fast jeder Geschichte der Möbel vorkommen, und schreiben nicht über heutige Designer, Werkstätten und Fabriken.

Wer Möbel erschafft

Sieben Berufe – von der ersten Skizze bis zur Museumsvitrine.

Kunsttischler

Ein hoch qualifizierter Tischler, der mit Edelhölzern und Furnier arbeitet, Kastenmöbel baut und für präzise Verbindungen und eine makellose Oberfläche verantwortlich ist.

Genau hingesehen

Bildschnitzer

Schafft vollplastische und flache Ornamente: Blätter, Muscheln, Masken, Schnörkel. Von seiner Hand hängt ab, ob der Dekor lebendig wirkt oder eine trockene Wiederholung der Vorlage bleibt.

Geschichte

Polsterer

Zuständig für den weichen Teil des Möbels: Gurte, Federn, Füllung, Stoff oder Leder, Heftung und Kantenabschluss. Eine gute Polsterung hält jahrelang ihre Form und verdeckt die Linien des Gestells nicht.

Klassisches Sofa (auf Russisch)

Marketeur

Setzt Muster und ganze Bilder aus dünnen Furnierblättern verschiedener Hölzer zusammen, manchmal ergänzt um Perlmutt, Bein oder Metall. Unter den Möbelhandwerken steht es der Malerei wohl am nächsten.

Rundgänge

Gestalter

Entwirft das Stück als Ganzes und denkt dabei an Schönheit ebenso wie an Herstellung, Transport und Gebrauch. Diese Rolle tritt besonders hervor, seit Möbel in Serie gefertigt werden.

Minimalismus (auf Russisch)

Restaurator

Bewahrt ein altes Stück mit möglichst geringen Eingriffen: festigt Verbindungen, ergänzt Fehlstellen behutsam und tilgt keine Spuren der Geschichte. Rufen Sie ihn, wenn sich Verbindungen lockern, Furnier sich löst oder Holzwurmspuren auftauchen.

Genau hingesehen

Kustos im Museum

Achtet auf die Aufbewahrungsbedingungen, erforscht die Herkunft eines Stücks und entscheidet, wie es den Besuchern gezeigt werden kann, ohne es zu gefährden.

Veranstaltungen

Namen in der Chronik

  • Thomas Chippendale – Kunsttischler, der 1754 das Vorlagenbuch „The Gentleman and Cabinet-Maker's Director“ veröffentlichte.
  • Michael Thonet – seine Werkstatt brachte 1859 den Bugholzstuhl Nr. 14 heraus, der zerlegt verschickt und mit Schrauben zusammengesetzt wurde.
  • Walter Gropius – gründete 1919 in Weimar die Schule Bauhaus.
  • Weitere Namen nennen wir bewusst nicht: Das Nachschlagewerk erzählt von Handwerk und Stilen, nicht von Berühmtheiten.
  • Genau hingesehen

    Eine Schritt-für-Schritt-Methode, ein Möbelstück zu lesen, und eine Tabelle seiner wichtigsten Elemente.

  • Veranstaltungen

    Welche Veranstaltungen es rund um Möbel und Interieur gibt und wie Sie sich auf eine Führung im Museum oder Schloss vorbereiten.

  • Klassisches Sofa (auf Russisch)

    Hinweisseite unter einer alten Katalogadresse: wie aus Bank und Liege das Sofa wurde und wie sich die klassischen Formen unterscheiden.

Quellen

  • Nachschlagewerke zur Geschichte der Möbel und des Kunsthandwerks
  • Museumskataloge und Führer zu Möbelsammlungen

Die historischen Angaben stützen sich auf Fachliteratur zur Geschichte der Möbel und des Kunsthandwerks. Öffnungszeiten und Abläufe von Museen, Schlössern und Werkstätten ändern sich; bitte erkundigen Sie sich direkt vor Ort.